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Aktuelles und Berichte

Fremd sein – ein Wort vom Pastor veröffentlicht am 19.03.2015
Es war in der letzten Woche. Ein Flüchtling aus Afghanistan fand in der Odebrechtstiftung in Greifswald Asyl. Seine körperlichen und seelischen Schäden, die er aus der Zeit des Krieges erlitten hatte, sollten behandelt und kuriert werden.

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Doch dazu kam es nicht. Die Polizei drang in die Räume der Odebrechtstiftung ein, ein externer Arzt stellte fest, dass der Patient in der Lage sei zu reisen und so wurde er ungeachtet seiner Situation und Befindlichkeit abgeschoben in sein Herkunftsland.
Ich frage mich, wie oft das wohl unbeachtet von der Öffentlichkeit derzeit in Deutschland geschehen mag. Wie viele Menschen und Familien werden vom grünen Tisch aus beurteilt und damit auch verurteilt uns müssen zurück reisen in ein Land mit einer ungewissen Zukunft?
Die Bibel äußert sich an dieser Stelle sehr eindeutig. Vom Alten Testament bis zum Neuen Testament setzt sie sich sehr dafür ein Fremde aufzunehmen.

Die 10 Gebote werden eingeleitet mit der Formulierung:

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.

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Die Israeliten werden immer wieder dazu aufgefordert, Fremde aufzunehmen und Hungrige zu speisen, ganz einfach weil sie selber die Erfahrung gemacht haben, Fremde zu sein.
Jesus baut darauf auf und macht sein Gebot der Nächstenliebe an der Aufnahme von Fremden fest:

Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet? Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Vor 80 Jahren haben die Kirchen versagt, als es darum ging, die aufzunehmen, die es am nötigsten zu haben. Wir wissen, was mit unzähligen Juden damals passiert ist.
Heute haben wir die Möglichkeit, wir haben das Kirchenasyl, eine Möglichkeit Schutzraum zu bieten, denen die vom Krieg und Schicksal verfolgt sind.
Machen wir uns dafür stark, denn wir können selber einmal in derselben Lage sein, dass wir als Fremde genau so Hilfe benötigen, helfen wir in Jesu Namen. Amen.

Pastor Christhart Wehring